Manches Wissen verändert sich mit der Zeit, anderes bleibt. Eine Pflanze, die schon die Großmutter im Garten kannte, ein Märchen, das über Generationen weitererzählt wurde, ein Gedanke, der uns plötzlich an etwas erinnert, das wir längst in uns tragen – all das verbindet Menschen, ganz unabhängig vom Alter.
In meinen Vorträgen, Workshops und Erzählformaten möchte ich Räume schaffen, in denen Naturwissen und Geschichten wieder lebendig werden dürfen. Für Erwachsene kann das bedeuten, heimische Kräuter neu kennenzulernen, alte Bräuche zu entdecken oder sich mit Themen wie Würde, Motivation und dem eigenen Weg auseinanderzusetzen. Dabei geht es mir nicht darum, fertige Antworten vorzugeben, sondern Wissen weiterzugeben und Gedanken anzustoßen, die noch eine Weile nachklingen dürfen.
Mit Kindern gehe ich einen anderen Weg. Hier darf Wissen spielerisch wachsen, zwischen Märchen, Pflanzen, Jahreszeiten und kleinen Entdeckungen in der Natur. Ein Gänseblümchen, ein Holunderstrauch oder ein alter Baum können dabei genauso zum Anfang einer Geschichte werden wie ein Märchen, das plötzlich hinaus in die wirkliche Welt führt.
Auch für ältere Menschen können Pflanzen und Geschichten eine besondere Bedeutung haben. Düfte, Namen, alte Hausmittel, Märchen und Bräuche öffnen manchmal Türen zu Erinnerungen, die lange still waren. Daraus können Gespräche entstehen, gemeinsames Erzählen und Momente, in denen Wissen nicht nur von einer Person zur nächsten weitergegeben wird, sondern miteinander geteilt wird.
So verändern sich meine Angebote je nach Menschen und Ort, doch der Kern bleibt derselbe: Natur wahrnehmen, Geschichten bewahren, Wissen weitergeben und Begegnung ermöglichen.